Wir über uns

Liebe Schutzbacherinnen, Schutzbacher sowie Freunde unseres Ortes,

überall in Deutschland ist zu beobachten, dass sich der Staat, vor allem auch aus Kostengründen, zunehmend zurücknehmen muss. Bund, Länder, Städte und Gemeinden können einfach nicht mehr alle Belange des öffentlichen Lebens regeln. Hier ist mehr als je zuvor bürgerliches Engagement gefragt. Und gerade das möchte der Heimatverein Schutzbach versuchen, in allen relevanten gesellschaftlichen Bereichen unseres Ortes zu stärken.

Geboren wurde die Idee, einen eigenen Heimatverein aus der Taufe zu heben, in einem relativ kleinen Kreis. Neben dem Vorsitzenden Otfried Schneider, Vize Manfred Weber, Kassierer Walter Trauernicht und Schriftführer Volker Weber gehören Heinz Pollmeier, Walli Schneider, Gerhard Zöllner und Paul Heiner Zöllner zu den Gründungs-mitgliedern.

Doch die bereits erste öffentliche Versammlung am 03.03.2010 ließ erkennen, dass diese acht Personen mit ihrem Anliegen nicht alleine sind. Hoch ist der Bedarf in unserem Ort, gemeinschaftliche Aktivitäten zu bündeln, da sich viele Bürger mit kreativen Ideen in die tägliche Arbeit mit einbringen wollen. Eine breite Unterstützung, über die wir uns sehr freuen.

Ziel des Heimatvereins ist es, Bewährtes und Vorhandenes zu bewahren und gleichzeitig unseren Ort z.B. durch die Pflege und den weiteren Ausbau von Wanderwegen und gezieltes Dorfmarketing fit für die Zukunft zu machen. So gilt unser Augenmerk der eigenen Tradition und der Pflege der Kulturgüter genauso, wie der Stärkung der Dorfgemeinschaft, der weiteren Steigerung der Wohn- und Lebensqualität sowie dem Ausbau des gesellschaftlichen Lebens und des bürgerlichen Engagements.

Denn es liegt in der Hand eines jeden einzelnen von uns, ob Schutzbach auch in den kommenden Jahren so bleibt, wie wir es kennen: lebens- und vor allem liebenswert. 


Nachfolgend ein erster Überblick über unsere Anfangs-Aktivitäten.

Nach unserer sehr gut besuchten Info-Veranstaltung vom 03.03.10 haben wir uns mit den Freunden des Heimatvereins, die uns aktive Unterstützung zugesagt hatten,  am 14.04.10 getroffen. Der Vorschlag vom Vorstand, fünf Arbeitsgruppen zu bilden, wurde dann wie folgt umgesetzt:

BAUGRUPPE: Sie ist zuständig für Landschaftspflege, Patenschaften, Reparaturen, Anstriche usw.
REISE -und SPORTGRUPPE: Diese ist zuständig für Reisen, Wandern, Fahrrad, Freizeit usw.
KULTURGRUPPE: Diese Gruppe ist zuständig für Dorfchronik, Brauchtum, Heimatkunde usw.
VERANSTALTUNGSGRUPPE:Verantwortlich für Dorffeste und Feierlichkeiten o.ä.
KLÖNGRUPPE: Unter die Zuständigkeit dieser Gruppe fällt das Klöncafé, Spiele, Musik, Theater u. ä.


im Oktober 2010

 

 

 

 

Vorstandsmitglied Walter Trauernicht begrüßt Markus Hinkes aus Schutzbach als 100. Mitglied im Heimatverein Schutzbach und überreicht als kleines Präsent "Das Daadener Land - wie es früher einmal war" nebst einem guten Tropfen.

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Der Vorstand des Heimatvereins freut sich, dass es noch nicht einmal ein Jahr seit der Gründung und gerade mal sieben Monate nach dem Gang in die Öffentlichkeit gedauert hat, bis das 100. Mitglied aufgenommen werden konnte.

Heute kann der Heimatverein Schutzbach mit ein wenig Stolz auf das bisherige persönliche Engagement seiner Mitglieder zurück blicken. Ob es die Geselligkeit im Klön-Cafe`, die Aufbereitung einiger Friedhofswege, das Streichen von weit über 100 m Geländer im Dorf, die Errichtung eines Rastplatzes am alten Weg, die Überarbeitung und die Neuaufstellung von Ruhebänken oder das Freischneiden von Wanderwegen geht, überall war der persönliche Einsatz unserer Mitglieder gefordert.  Es ist schon einiges erledigt, aber es gibt auch noch viel zu tun.

Der schnelle Mitgliederzuwachs ist eine Bestätigung für die gute Arbeit des Heimatvereins, aber auch gleichzeitig eine Verpflichtung für die Zukunft. Wie man unschwer erkennen kann: "S c h u t z b a c h   b e w e g t   s i c h".


Der Heimatverein möchte den DORF-MITTELPUNKT Schutzbachs neu gestalten

                                SPIELEN   -   FEIERN   -   LANDSCHAFT GENIEßEN

Mit zahlreichen Maßnahmen möchte der Heimatverein das Leben der Einwohner interressanter und attraktiv für den Zuzug junger Familien ausgestalten. Ein wesentliches Zukunftsprojekt des Heimatvereins ist die Neugestaltung der Freiräume am Gemeinschaftshaus. Für diese Fläche erhielt das Büro H++W aus Wilnsdorf den Auftrag, einen Freiflächenentwurf zu entwickeln, der für alle Generationen ein attraktives und aktives Dorfleben ermöglichen soll.

AUSGANGSSITUATION
Das Planungsgebiet liegt am Dorfgemeinschaftshaus und verbindet die Ortsmitte mit der umgebenden Landschaft. Der Großteil der Fläche ist geprägt von einem alten Tennisplatz und Spielgeräten für Kinder zwischen 3 und 12 Jahren. Die Spielangebote und der Tennisplatz werden von Dorfbewohnern und Gästen im Dorf genutzt. Sie liegen auf mehreren abgegrenzt terrassierten Ebenen, die über die Ränder miteinander in Verbindung stehen. Die Geländeform ist sehr unnatürlich, die Räume zum Straßenraum und zur Landschaft durch Ballfangzäune, Hecken und Zäune optisch und funktional stark abgegrenzt. Ein Großteil der Flächen ist vollversiegelt. Die fußläufige Verbindung von der Ortsmitte zum Friedhof und zur Landschaft führt auf der Straße an den beschriebenen Einrichtungen vorbei. Der Strothbach fließt auf die Fläche zu und unterfließt sie im weiteren Verlauf. In den Hängen zum Wald gibt es Quellwasserbereiche. Die Anbindung an den Wald, die Verfügbarkeit von Wasser und die Lage am Ortsrand geben dem Ort besondere Entwicklungsmöglichkeiten.

AUSRICHTUNG der PLANUNG
Die Planung verfolgt folgende Hauptziele:
- Entwicklung natürlicher Geländemorphologie und naturnahe Ausgestaltung
- Durchlässigkeit und innere Erschließung zur Verbindung Dorf und umgebende Landschaft
- Erhalt, Verstärkung und Ergänzung der Aufenthaltsqualitäten für alle Generationen
- Entwicklung eines Alleinstellungsmerkmals für Schutzbach
Es ist geplant, die terrassierten Ebenen in eine geschwungene, natürliche Geländeform zurückzuführen und die starke Flächenversiegelung zu beseitigen. Bei dieser Überformung kann der vorhandene alte Baumbestand weitestgehend erhalten werden. Ein langer, geschwungener Promenadenweg, diagonal geführt soll die Fläche erschließen. Er führt mitten durch die Hauptfläche, schneidet in Höhe des Buswendeplatz den Wiesenhang und endet auf einer Aussichtsbastion am höchsten Punkt des Plangebietes. Dort gibt er den Blick auf die Gesamtfläche frei und lädt zum Ausruhen ein. Von dieser Bastion führen die Wege weiter zum Friedhof und in die Landschaft. Idee des Heimatvereins ist es, ein besonderes Alleinstellungsmerkmal zu entwickeln, um die Individualität von Schutzbach weiter zu stärken. Diese Idee wird durch die Schaffung eines multifunktionalen, zentralen Platzes, der dem Heimatverein die Verstärkung der geplanten Aktivitäten ermöglicht, auf der Fläche umgesetzt. Der Platz erhält einen Natursteinrand als Sitzmauer, liegt 50cm tiefer als die umliegenden Flächen. Im Sommer können Feste gefeiert werden: es gibt Platz für viele Tische, in dem nahe gelegenen Dorfgemeinschaftshaus kann gekocht und gebacken werden, etc. Im Winter entsteht eine Eisfläche: die Fläche wird geflutet und die Randbefestigung dient als Sitzbank zum Schlittschuhe anziehen. Winterlicher Budenzauber für Glühwein und Waffeln können im Umfeld aufgestellt werden. Der Buswendeplatz, der ovale Platz, das Ortsgemeinschaftshaus mit großen Inneräumen und Küche bilden in Zukunft die Infrastruktur für alle gewünschten Aktivitäten. Parkmöglichkeiten stehen im Straßenraum und am Buswendeplatz zur Verfügung. Das neue Raumsystem gepaart mit dem starkem Engagement der Dorfbevölkerung wird die Lebensqualität in Schutzbach bereichern.

FLÄCHENAUSBAU
Für die alltägliche Nutzung des neuen Ortsmittelpunktes sollen zeitgemäße, möglichst naturnahe Spielelemente und ein großes multifunktionales Spielfeld zur Verfügung stehen. Die neue Flächenerschließung durch die Mitte führt zur grundlegenden Neuorgnisation des Raumes. Das Spielfeld wandert in die Randlage, die Spielelemente werden in der neu ausgebauten, natürlichen Landschaft mit leichten Hügeln und Senken spannungsreich eingefügt. Es erfolgt eine punktuelle Verteilung im Raum, die Kinder erleben den Ortspark aus vielen Perspektiven und können unterschiedlichste Spiel- und Raumerfahrungen machen. Die neu eingefügten Materialien sind natürlich und fügen sich landschaftlich in das Gesamtbild ein. Es ensteht ein Spielhügel, eine Spielquelle mit Bachlauf und Sandplatz, eine Vogelnestschaukel, ein Adlerhorst, ein Rutschberg, vorhandene Hüpftiere werden wieder eingebaut. Zum Straßenraum hin werden die Bereiche mit Hecken und Holzzäunen punktuell abgetrennt. Ebenso wie die Spielangebote werden vereinzelt Aufenthaltspunkte und Fitnesspunkte entlang des Promenadenweges gebaut. Es ensteht eine abwechslungsreiche Nutzung des Raums mit sehr unterschiedlich gestalteten Aufenthaltspunkten. Der alte Baumbestand bleibt  weitestgehend erhalten und wird mit blühenden ortstypischen Gehölzen ergänzt. Die Flächenversiegelungen werden zurück gebaut und durch versickerungsfähige Bodenmaterialien und Wiesen ersetzt. Das Spielfeld wird mit einem wasserdurchlässigem Belag ausgebildet.

Plan_3 vergrößern durch Doppelklick auf das Bild

DURCHFÜHRUNG
Der Heimatverein setzt sich für die Umformung der Fläche ein und übernimmt die Bauabwicklung. Es ist geplant, die Entwürfe intensiv mit der örtlichen Bevölkerung zu diskutieren, um viele Einwohner in den Planungs- und Bauprozess einzubeziehen. So entsteht eine Identifikation mit dem Projekt, welche erfahrungsgemäß Vandalismus einschränkt, das aktive Leben in der Ortsmitte fördert und die Pflege der Fläche durch die Bevölkerung motiviert. Die Fläche wird nach Fertigstellung in die Obhut der Gemeinde übertragen.


Nachstehend ein Auszug aus einer Veröffentlichung auf der Homepage des rheinland-pfälzischen Ministerium des Innern:

           19.07.2013 | Dorferneuerung / Landkreis Altenkirchen

Lewentz bewilligt 187.000 Euro für Dorferneuerung in Schutzbach

Innenminister Roger Lewentz hat der Ortsgemeinde Schutzbach Mittel aus dem rheinland-pfälzischen Dorferneuerungsprogramm bewilligt. Die Gemeinde erhält für die Neugestaltung der Ortsmitte 187.000 Euro. „Mit der finanziellen Unterstützung des Landes aus dem Dorferneuerungsprogramm entsteht ein echter Ortsmittelpunkt als Verknüpfungspunkt zwischen altem Ortskern und Neubaugebiet, der der Kommunikation, Erholung und Identifikation mit dem Wohnort dienen soll“, erläuterte der Minister.

Dabei werden das Dorfbild prägende Elemente und Strukturen verwendet wie beispielweise durch die Bepflanzung mit heimischen Laubbäumen, geschnittene Hainbuchenhecken, einer Wasserstelle, die Gestaltung mit Natursteinen sowie ein wassergebundener Platzbelag im Bühnenbereich. Mit der Realisierung dieser Maßnahme erhalte man nicht nur eine gestalterische Aufwertung des innerörtlichen Freiplatzes, sondern auch eine Verbesserung unter ökologischen Gesichtspunkten.

Die gesamte Maßnahme werde sich positiv auf den Tourismus auswirken und bringe damit auch eine Verbesserung der kulturellen Infrastruktur, so Lewentz. Mit dieser Steigerung der Attraktivität des Ortskernes könne auch eine dauerhafte Bindung von jungen Familien an den ländlichen Raum erreicht werden. „Schutzbach wird mit diesem Vorhaben dem demographischen Wandel entgegen wirken und sich als eigenständiger Wohn,- Sozial- und Kulturraum nachhaltig weiterentwickeln", sagte der Minister.

Schwerpunkte der Dorferneuerung sind struktur- und funktionsverbessernde Maßnahmen in den Ortskernen, die eine zukunftsbeständige und nachhaltige Entwicklung zum Ziel haben. Die Innenentwicklung, die Belebung und attraktiviere Gestaltung der Ortskerne hat in der Dorferneuerung absoluten Vorrang. Dazu gehörten insbesondere die Sanierung und zeitgemäße Umnutzung ortsbildprägender Bausubstanz genauso wie die Sicherung der Grundversorgung oder die Beteiligung und Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen in der Dorferneuerung.